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Schönhausen:
Ältestenkonvent der Region Tangermünde-Jerichow
diskutiert über Bestattungskultur

Der jährliche Konvent der Gemeindekirchenräte aus der Region Tangermünde-Jerichow traf sich in diesem Jahr in Schönhausen und beschäftigte sich mit dem christlichen Beitrag zur heutigen Bestattungskultur.

Ältestenkonvent in Schönhausen

Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder der Gemeindekirchenräte aus der Region Tangermünde-Jerichow, um sich auszutauschen und sich mit einem aktuellen Thema zu beschäftigen. Am 20. Februar folgten sie der Einladung des Pfarrbereiches Schönhausen.

Der Prädikant Thomas Roloff begrüßte die Teilnehmenden in der Schönhauser Kirche und eröffnete den Konvent mit einer Andacht. Im Anschluss daran wurde in der Schönhauser Winterkirche getagt. Zur Einführung in das Thema referierte die Pfarrerin Dorothea Laser-Merker aus Magdeburg zum Thema: „Unser christlicher Beitrag zur Trauer- und Bestattungskultur heute“. Besonderen Wert legte sie darauf, dass die christlichen Traditionen im Bewusstsein bleiben müssen. Damit verbunden sei der Auftrag, trauernde Menschen zu begleiten.

Auch im Pfarrbereich Schönhausen wurde schon über die Veränderungen in der Bestattungskultur nachgedacht. So berichtete der Vorsitzende des Schönhauser Gemeindekirchenrats Thomas Roloff von der Idee, eine Urnenbegräbnisstätte im Turm der Schönhauser Kirche einzurichten. Nachdem Thomas Roloff sich in Erfurt eine solche Anlage angesehen hatte, ist bei ihm die Idee gewachsen, über diese Form der Bestattung in Schönhausen nachzudenken.

Einen Schritt weiter ist da schon der Gemeindekirchenrat von Neuermark-Lübars. Pfarrer Ralf Euker berichtete von den Planungen auf dem Friedhof in Neuermark, Gräber mit wenig Pflegeaufwand anzulegen. Diese Form der Bestattung soll es in Kürze dort geben.

Diese Informationen und Ideen regten die Diskussion der Gemeindekirchenräte an. So tauschten sich die Teilnehmenden über die Veränderungen in der Bestattungskultur, die sie selbst in ihren Pfarrbereichen beobachtet haben, aus. Es ist zu beobachten, dass Urnenbeisetzungen zunehmen und der Wunsch nach Erdbestattungen abnimmt. Auch der Wunsch von Gemeindemitgliedern nach Gräbern mit wenig Pflegeaufwand wurde aufgezeigt.

Neben diesen sehr praktischen Fragen zum Thema Bestattung wurde auch die Form der Begleitung von Trauernden angesprochen. So sehen es die Ältesten als ihren christlichen Auftrag, dieses Thema auch in den Gemeinden verstärkt anzusprechen und nach neuen Formen der Trauerbegleitung zu suchen. Mit vielfältigen Anregungen fuhren die Vertreter der Gemeindekirchenräte am Nachmittag zurück in ihre Pfarrbereiche. (dls)

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