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Klosterkirche Drübeck
  Gedanken zum Monatsspruch

  Urlaubszeit - eins - zwei - drei - und vorbei!

   
   
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Urlaubszeit – Eins – zwei – drei – und vorbei. Eben noch habe ich mich, wie die meisten von uns vermutlich, noch auf den Urlaub gefreut und nun ist schon wieder August und Ferien-Ende für viele. War das schön: endlich mal Abstand, endlich mal weg sein, endlich mal alle Arbeit hinter sich lassen und den Tag ganz anders gestalten. Ohne das Geklingel oder Gefiepe des Weckers in den Tag hinein schlappen, ohne Hektik und Blick auf die Uhr das Frühstück genießen.

Eine zweite, dritte Tasse Tee oder Kaffee, vielleicht auch mal das Bein hoch gesetzt auf den Stuhl und das Bein mit einem Arm umschlungen. So wie früher, als man noch gelenkig genug war.
Und dann mal aus dem Fenster gucken und sehen, wie sich das Wetter heute inszeniert. Danach viel Zeit nehmen und überlegen, was man Schönes, nicht nur immer Zweckmäßiges mit diesem Tag anfangen kann.

Das waren die Zeiten, damals als Student. Da hatte der Urlaub noch nicht so eine gewichtige Bedeutung, wie heute; weil das Leben weniger nach einer 50 oder mehr Stundenwoche ausgerichtet war;
als es noch mehr Freiheit gab, die Zeit zu gestalten. Was für ein freies Leben;  ohne Uhr, Handy, Blueberry oder Kalender zum Reinschreiben. Ganz ohne Verantwortungsdruck. Schöne Zeiten.
Eins – zwei – drei ....vorbei.“  Und ob es wirklich Urlaub war, das merkt ihr später erst, na klar!“ 

Woran misst sich eigentlich der Wirkungsgrad des eigenen Urlaubs? Am Bräunungsgrad, an den Photos, an den zugelegten Pfunden auf den Hüften? Misst er sich daran, dass man  mal zwei Wochen herrlich wenig schaffen musste? „Die Arbeit ist kein Frosch, die hüpft uns nicht davon“ … alte Bauernregel. Der Schreibtisch und die Mailbox daheim quellen gerade über. Egal, nicht dran denken jetzt, ist doch Urlaub.

Woran messe ich, dass eine Zeit, die ich nur für mich hatte, auch eine gelungene Zeit gewesen ist?
Der Urlaub ist vorüber, schönste Zeit im Jahr, notwendig zum Auftanken, notwendig, um Abstand zu gewinnen.

Notwendig – vielleicht hat ja der Urlaub sogar manche Not gewendet. Hat aus dem, was sich noch heimlich als Last ins Urlaubsgepäck gemogelt hat, etwas Gutes wachsen lassen.
Schade, vorbei die schöne Zeit! ... Nein! Danke für die geschenkten Momente! Wie viel Menschen würden gerne mit mir tauschen und endlich mal wieder etwas arbeiten, gebraucht werden! So kann es nämlich auch sein. Ich darf das jetzt wieder. Und alles hat seine Zeit. Danke!

Pierre Stutz, schweizerischer Theologe und katholischer Priester
meditiert und betet den  Psalm 107, das Danklied der Erlösten so:

Dankend will ich mein Leben vertiefen in Dir,
Deine Spur in meiner Geschichte entdecken.
Wie Du mich im Umherirren zur Oase geführt hast.
Mit vielen stimme ich ein und danke Dir,
für Dein wunderbares Tun an den Menschen.
Du schenkst in Symbolen und Ritualen der Seele Raum zur Entfaltung.
Du führst hinaus aus Dunkelheit und Verzweiflung.
Darum danken wir Dir für Dein wunderbares Tun an den Menschen.
Du lässt niemanden fallen, Du ermutigst den Weg in die Tiefe zu gehen,
um das Leben mit Schatten und Licht anzunehmen.
Um Dir danken zu können für Dein wunderbares Tun an den Menschen.
Amen.

Superintendent Michael Kleemann, Stendal

(Bild zum Monatsspruch: © Mater 76 / PIXELIO - www.pixelio.de)

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