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Alles hat seine Zeit - Advent ist im Dezember

Alles hat seine Zeit - Advent ist im Dezember Wann wird bei Ihnen die erste Stolle angeschnitten? Am ersten Advent oder zum Weihnachtsfest? Ursprünglich war die Stolle ein karges Fastengebäck in der vorweihnachtlichen Fastenzeit. Über die Jahrhunderte entwickelte sie sich zum üppigen Festtagsgebäck. Bei uns zu Hause wurde die erste Christstolle immer am Heiligen Abend angeschnitten. Ich freute mich immer schon auf den Geschmack und die Aromen. So bleibt für mich Stolle immer mit Weihnachten verbunden.
Warum erzähle ich das nun? Weihnachtsgebäck können wir heute schon Ende August kaufen, aber müssen wir es deshalb schon vor der Zeit verzehren? Im September las ich von einer Internetinitiative, die sich zum Ziel gesetzt hatte, bis nach dem Ewigkeitssonntag sämtliche Weihnachtsartikel zu boykottieren. 50.000 angemeldete Nutzer wurden in der Schlagzeile gemeldet. Es gibt also noch das Wissen und das Bedürfnis der Menschen, daß alles seine rechte Zeit hat.
Die Evangelische Kirche will mit der Kampagne „Alles hat seine Zeit“ daran erinnern, Feste und festliche Zeiten zur richtigen Zeit zu begehen. Sich der alten Bräuche zu erinnern: in der Adventszeit einen Adventskranz aufstellen,  in der Familie Geschichten vorzulesen, sich Zeit zu nehmen, eine adventliche oder weihnachtliche Musik zu hören. Plätzchen zu backen und sie dann gemütlich beim Tee oder Kaffee allein oder mit Familie und Freunden zu probieren. Und dann auch ein Stück Stolle zu essen – die übrigens die Form des in Windeln gewickelten Jesuskindes hat. Alles hat seine Zeit: stimmen wir uns im Advent darauf ein – Gott kam zu uns als Mensch in die Welt und er wird wiederkommen am Ende der Zeit. Darauf dürfen wir uns freuen.

Eine Adventszeit voller Vorfreude wünscht Ihnen Pfarrer Johannes-Christian Rost, Tangerhütte

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