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  Quasimodogeniti?

Baby am SchlagzeugSo heißt der erste Sonntag nach Ostern. Das hat nichts mit dem Glöckner „Quasimodo“ von Notre Dame zu tun. Übersetzt heißt das „Wie die neugeborenen Kinder“. Neugeborene Kinder haben ja etwas Besonderes, manch einer behauptet ja, dass sie ansteckend sind. Faszinierend ist an ihnen, dass sie völlig unbelastet ins Leben gehen. In ihrem jungen Leben dreht sich alles um die nächste Mahlzeit, einen trockenen, ruhigen Schlafplatz und natürlich um Mama und Papa. Keine Uhr die hetzt und sagt der nächste Termin steht vor der Tür, keine Sorgen des Alltages die einen bedrücken und belasten und kein Ballast des Lebens, keine Schuld, keine Sünde, die einen erdrückt. Das Leben ist wundervoll, es gibt so vieles zu entdecken und zu erforschen.  Es gibt Tage, an denen möchte ich genauso starten. Neuanfangen, unbelastet los legen, alle Sorgen hinter mir lassen. Am Sonntag nach dem Osterfest werden wir genau daran erinnert. Mit Ostern habe ich die Möglichkeit, neu loszulegen, ich kann meine Sorgen auf Jesus werfen und er vergibt mir meine Schuld. Das ist toll, sagt mir mein Kopf, doch leider sagen meine Gefühle, mein Herz oft etwas anderes. Das ist gar nicht so einfach, alle Sachen loszulassen, die uns belasten und selbst wenn es mir einmal gelingt, dann klingelt das Telefon und ich bin wieder im Sorgenkarussell. Für mich habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich im wahrsten Sinne alles hinter mir lassen sollte. Am Beste hilft mir dabei ein Ausflug ohne Handy, i-Pod oder ähnliches,  in die aufblühende Natur. Das hilft mir beim körperlichen und dadurch gefühlsmäßig  loszulassen. Ich merke, wie der stärkste Muskel im Gesicht, der Kiefer, sich lockert und ich entspannter werde. Dadurch kann der Neuanfang körperlich, seelisch und geistig spürbar werden.

So und nun lade ich sie ein, den Computer auszuschalten, ihr Fahrrad zu satteln, sich die Schuhe zu schnüren und hinaus in die Schöpfung Gottes zu gehen. Und sollten sie Kinder beim Spielen sehen, dann denken sie an die Worte von Jesus aus dem Markusevangelium 9, 15: „Wer sich der Liebe Gottes nicht wie ein Kind öffnet, wird sie niemals erfahren.“

Gemeindepädagoge Andreas Gierke

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