Kirchenkreis  
Pfarrämter  
Pfarramtssuche  
Kinder im Kirchenkreis  
Jugendliche im Kirchenkreis  
Musik im Kirchenkreis  
Taufe, Konfirmation, Trauung, Bestattung  
Diakonische Einrichtungen und Seelsorge  
Ehrenamtsakademie  
Verwandte Homepages  
   
Zur Andacht  
   
Zum Kalender  
   
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  
   
   
   
   
   
Klosterkirche Drübeck
  Gedanken zum Monatsspruch

 
"Geh aus mein Herz und suche Freud an dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben; schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben..."
  (Evangelisches Gesangbuch 503,1 - Monatsspruch für Juni 2010)

Andacht im Juli2010

Sommer, Sonne, Sonnenschein…endlich ist es wieder soweit. Das Leben geht mir leichter von der Hand, und ich habe das Gefühl, die Menschen um mich herum sind entspannter. Die Vorfreude auf den Urlaub steigt, und die Tage lasse ich draußen im Garten ausklingen. Paul Gerhardts Sommergesang „Geh´ aus mein Herz…“ scheint dazu perfekt zu passen. Und er wird in diesen Wochen auch gern und oft in Gottesdiensten und Andachten gesungen. Diesen kraftvollen Text hat Paul Gerhardt gedichtet. Man glaubt es kaum, aber er hat ihn in einer Zeit geschrieben, die gerade nicht von Leichtigkeit geprägt war. Dass Paul Gerhardt Freude suchte, hängt zunächst mit seinem eigenen Leben zusammen. 1653 hat er die Worte geschrieben, fünf Jahre zuvor war der 30-jährige Krieg zu Ende gegangen. In diesem Krieg hat Gerhardt einen Teil seiner Verwandten verloren. Sein Geburtsort Gräfenhainichen wird im Krieg dem Erdboden gleichgemacht. Paul Gerhardt verbringt dreißig Jahre, von seinem elften bis zu seinem einundvierzigsten Lebensjahr, im Krieg. Er hat viel Elend gesehen. Und als er schließlich geheiratet hat, muss er erleben, wie vier seiner Kinder im Laufe der Jahre sterben. In diese Zeit hinein schreibt er: „Geh aus meine Herz und suche Freud…“. Er fordert uns auf, Gottes großes Tun zu sehen – Freude zu suchen. Ich weiß es nicht, ich kann es nur vermuten, dass Paul Gerhardt Kraft gefunden hat und einen Moment der Leichtigkeit empfand, durch die Gaben Gottes. Diese Freude an der Schöpfung Gottes - den Gärten, Blumen, Bäumen und Vögeln. Es sind die Gaben Gottes, die unser Herz öffnen können. Wenn man sich über etwas freut und diese Freude ganz nah an sich heranlässt – sozusagen in sein Herz – dann kann diese sommerliche Leichtigkeit entstehen. Paul Gerhardts Sommergesang fordert uns auf loszugehen, Freude zu suchen und die wunderschöne Schöpfung zu genießen. Bei wärmenden Sonnenstrahlen die Schuhe ausziehen, barfuß über eine grüne Wiese spazieren und mit dem Sommergesang auf den Lippen kann der Sommer bleiben.

Pfarrerin i.E. Dorit Lau-Stöber, Stendal und Jerichow

(Bild zum Monatsspruch: © Torsten Rempft / PIXELIO - www.pixelio.de)

Zurück zur aktuellen Monatsandacht und zur Andachten-Auswahl