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| Gedanken zur Osterzeit | |
| Der Herr ist aufstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja! |
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| Der weiße Sonntag. |
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Der weiße Sonntag.
Haben Sonntage Farben oder wie ist das gemeint? Der Sonntag nach Ostern wird auch der weiße Sonntag genannt und tatsächlich sind der Altar und die Kanzel mit weißen Antependien geschmückt, genau wie zu den christlichen Hochfesten Weihnachten und Ostern. Zeichen des Lichts und der Freude. Die Farbe Weiß erzählt von dem Licht, das in der Osternacht die dunklen Kirchen erhellt hat und nun weiter in die Herzen der Menschen hinein scheint. Die Farbe weiß erzählt von den Kindern und den Erwachsenen, die oft in einem weißen Taufkleid in der Taufe in den Namen Gottes hinein gerufen worden sind. Die Farbe weiß erzählt von dem Osterjubel der Gemeinde: "Halleluja. Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden." (Lukas 24,6)
Wir leben mitten in dieser freudigen Osterzeit, die Licht in unser Leben bringen will, gleich wie dunkel auch so manche Sorge unser Herz bedrückt. Wir sind zum gotteslob gerufen: "Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten." (1.Petrus1,3)
Doch wie kann das gehen, wenn man das Gotteslob vergessen hat, wenn das Glas immer nur halb leer ist und nie halb voll?
Eine mögliche Antwort ist der lateinische Name für den Sonntag nach dem Osterfest: Quasimodogeniti.
Quasimodogeniti ???
Dieser Name ist für die einen ein Rätsel und die anderen eine kleine Predigt. Wörtlich übersetzt heißt er: Wie die neugeborenen Kinder.
Neu anfangen, mit einer lebendigen Hoffnung anfangen heißt, sich ganz neu auf das Leben einzulassen, alle Möglichkeiten haben und nicht nur die Beschränkungen zu sehen. Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder werdet ihr das Reich Gottes nicht erlangen. Offen sein. Empfangsbereit sein neugierig sein, unvoreingenommen sein, sich auf Gottes Führung verlassen können und wissen ich bin nicht allein, er hat uns versprochen: "Und siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matthäus 28,20 )
Licht ist es in unserem Leben geworden, weiß und hell kann es sein, hoffentlich erkennen wir es auch.
Haben Sonntage Farben? Vielleicht entdecken sie auch die anderen Farben in unseren Kirchen auf dem Weg durch das Kirchenjahr und hören die Predigt über das Violett und das Rot und das Grün und das Schwarz. Farben im Kirchenjahr. Farben, die etwas von unserer Glaubenswirklichkeit erzählen und uns einladen, sich auf Gottes Botschaft einzulassen.
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Osterzeit!
Claudia Kuhn, Pfarrerin am St. Nicolai, Osterburg


