Tangerhütte:
20 Jahre Kirchenchor Tangerhütte
![]() |
| Beim Jubiläumskonzert in der Tangerhütter Kirche |
Wir können heute nur noch vermuten, dass es schon vor der Gründung eines Männergesangsvereins in Väthen im Jahr 1855 so etwas wie einen Kirchenchor gab. So weit setzen wir unsere Wurzeln gerade nicht an, auch wenn wir uns in einer alten Tradition sehen. 20 Jahre reichen uns bereits, um froh und dankbar auf einen wichtigen Teil im Leben eines jeden Sängers und ebenso unserer Kirchengemeinde zurückzublicken. In den Anfangszeiten des Chores brachten die noch jüngeren Mitglieder ihre Kinder mit, die nun weit verstreut leben. Sie und weitere Ehemalige sowie zeitweilige Mitsänger waren zum Jubiläum eingeladen. Als musikalisches Programm stand seit Jahresbeginn fest: Heinrich Schütz, Mein Herz o Gott; Charles Gounod: Missa breve No. 7 in C; J.S. Bach, Wohl mir dass ich Jesus habe; Hugo Diestler, Lobe den Herren und W.A. Mozart, Laudate Dominum. Dazu hatten wir die Mitwirkung von Birgit Klitsch als Sopranistin und Domkantor Johannes Schymalla als Organist gesichert.
Nach der nachmittäglichen Generalprobe am Sonnabend den 11. September fanden wir uns im schön gedeckten Saal des Gemeindehauses zusammen. Unsere Chorleiterin begann mit einem statistischen Rückblick auf die ersten Jahre. Beim gemeinsamen Abendessen, zu dem jeder beitrug, begannen bereits die Geschichten mit „Weißt du noch...“. Der langjährige Bürgermeister Borstell gratulierte zusammen mit dem Vertreter des Kulturhauses. Es folgten drei Diaschauen zum Thema Partnerschaft mit Frankfurt am Main, Sommerfest und Reisen, die mit eigenem Chorgesang unterlegt waren. Über manch komisch zusammentreffende Bild- und Text-Situation wurde geschmunzelt. Weitere lustige Beiträge aus dem Kreis der Sänger wurden dankbar und mit herzlichem Lachen aufgenommen.
Die Stücke erklangen am Sonntag während des festlichen Gottesdiensts, in dem Pfarrer Rost eine frische aufmunternde Predigt hielt. Birgit Klitsch und Johannes Schymalla boten den gottesdienstbesuchern zwei weitere Stücke von Antonin Dvořak und Jaques-Nicolas Lemmens. Die reine Stimme der Sopranistin strahlte mit der Sonne um die Wette.
Wenn ich nun auch den Chor und besonders seine Leiterin Wiebke Will lobe und ihr für 20 Jahre treuen Dienst Dank sage, so tue ich dies zwar ohne sonst gebotene kritische Distanz, aber ich denke, wer uns gehört hat, kann das bestätigen.

