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Schönhausen:
Thema "Konflikte" im "Lissis Geschichten-Gottesdienst"

  Lissis Geschichten-Gottesdienst
  Kerstin Euker spielt Lissi.
Eine Diashow zeigt, was Lissi
wieder alles erlebt hat.
   
  Lissis Geschichten-Gottesdienst
  Eine der im Gottesdienst entstandenen Pappbrücken beim Belastungstest

Als am letzten Januar-Sonntag die Glocken der Schönhauser Kirche läuteten, da riefen sie Große wie Kleine zum ersten "Lissis Geschichten-Gottesdienst" diesen Jahres in die Winterkirche. Der stand diesmal unter dem Motto "Der hat aber angefangen!" Mit dem Streit "angefangen" hatte aus Sicht der von Kerstin Euker gespielten Handpuppe Lissi der achtjährige Peter Keijzer. Mit Hilfe einer Diashow, die neben Peter Keijzer auch seine Geschwister Anne und Wim zeigte, legte Lissi den Hergang der Geschehnisse genau dar. Auf böse Worte folgten entwendete und versteckte Kleidungsstücke sowie schließlich eine Schneeballschlacht und eine Prügelei. "Ob das wohl richtig ist, auf jede Gehässigkeit mit einer weiteren Boshaftigkeit zu antworten?" fragte schließlich Gemeindepädagogin Jutta Habermann. In der Bibel nämlich war sie auf die Worte der aktuellen Jahreslosung gestoßen, in denen sich eine ganz andere Sicht der Dinge abzeichnet: "Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." - Dass es manchmal aber gar nicht so leicht ist, etwas zu "überwinden", das bekamen die Gottesdienst-Teilnehmer zu spüren, als sie aufgefordert waren, eine Brücke aus Papier zu bauen. Mindestes ein Kilogramm sollte diese Konstruktion tragen können. Nach kurzer Zeit schon konnten die Bauwerke dem Belastungstest unterzogen werden - und siehe da: Eine Distanz zu überwinden das klappt mitunter schon mit so einfachen Mitteln wie Papier und Klebstoff.

Ebenso einfache oder doch zumindest allseits bekannte Mittel seien anzuwenden, so Pfarrer Ralf Euker in seiner kurzen Predigt, wenn durch verletzende Worte oder eine Rücksichtslosigkeit zwischen zwei Menschen eine Distanz entstanden sei: "Eine zur Versöhnung ausgestreckte Hand kann das sein, ein Zeichen der Einsicht oder ab und an die Mühe, sich mal in den anderen Menschen hinein zu versetzen."

Den nächsten Familiengottesdienst mit der Handpuppe Lissi gibt es übrigens am letzten Mai-Sonntag. Eventuell kommt Lissi zwischendurch aber auch einmal nach Schollene. Das, so der Pfarrer, werde zur Zeit gerade überlegt. Der schöne und wieder gut besuchte Lissi-Gottesdienst vom vergangen Sonntag verdankte sich übrigens der Zusammenarbeit gleich mehrerer Gemeindegruppen. So waren neben dem Lissi-Vorbereitungskreis auch der Flöten- und der Singkreis sowie die Band der Kirchengemeinde beteiligt.

Link zum Pfarrbereich Schönhausen

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