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| Das Notfallseelsorgeteam | |
Treffen die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr an einen Unfallort ein, dann wissen die Retter, dass jetzt Sekunden zählen. Ebenso routiniert wie konzentriert tun sie alles, was nötig ist, um Menschenleben zu retten, Schmerzen zu lindern und die Unfallstelle zu sichern. Zum Reden, Trösten und auch Hände halten haben die Polizeibeamten, Feuerwehrleute und Rettungssanitäter so gut wie keine Zeit. Und doch ist für die von einem Unfall Mitbetroffenen häufig nichts nötiger als dieses.
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Das Notfallseelsorgeteam bei seiner monatlichen Beratung |
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Deswegen gibt es seit 1999 im Kirchenkreis Stendal das Notfallseelsorgeteam. Bis zu 40 Mal im Jahr meldet sich bei einem der 23 Mitarbeitenden der Beeper (Funkmeldeempfänger). Der Nofallseelsorger greift dann zu dem Rucksack mit der Notfallseelsorgeausrüstung, setzt sich in sein Auto und fährt zum Unfallort. Nach kurzer Absprache mit den Rettungskräften beginnt er, sich um Kinder und Erwachsene, um Sprachlose oder Weinende zu kümmern. Aber auch häusliche Todesfälle (zum Beispiel nach erfolgloser Reanimation bei plötzlichem Herztod) gehören zum Einsatzspektrum. Gelegentlich begleiten die Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger auch Polizeibeamte, die Angehörigen von Verunglückten die Unfall- oder Todesnachricht überbringen müssen. Ausgelöst wird der Notfallseelsorge-Notruf von der Rettungsstelle des Landkreises Stendal auf Anforderung von Notärzten, Polizei- oder Feuerwehrführern.
Die Mitglieder des Stendaler Notfallseelsorgeteams sind neben einigen Pfarrern vor allem Ehrenamtliche. Christinnen und Christen gehören ebenso dazu wie Konfessionslose. Ungefähr einmal monatlich bekommen sie den Beeper mit nach Hause und übernehmen so den Bereitschaftsdienst. Auf ihren anspruchsvollen Dienst werden die Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger durch einen ungefähr einwöchigen Intensivkurs vorbereitet. Um die Erlebnisse an den Unfallorten zu verarbeiten, trifft sich das Team regelmäßig zur Supervision und zu Fortbildungen.
Leiter des Nofallseelsorgeteams Am Dom 18 T: 0 39 31 / 21 63 64 |
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Der Leiter des Notfallseelsorgeteams ist Superintendent Michael Kleemann, der zugleich auch der Polizeiseelsorger für die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord ist. Er unterhält sich mit Ihnen gern über die Möglichkeit der ehrenamtlichen Mitarbeit im Notfallseelsorgeteam.
Foto oben: Roberto Abramowski
| Weiterführende Informationen zum Thema Notfallseelsorge |
www.notfallseelsorge.de |
| Fachverband für Notfallseelsorge und Krisenintervention Mitteldeutschland e.V. | www.fachverband-nkm.de |




