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Erstes „Schönhauser Gespräch“  beschäftigt
sich mit „unserer Zukunft“

1. Schönhauser Gespräch  
Prof. Dr. Winfried Schuelke, Pfarrer i.E. Ralf Euker und Ans Briesenick (von links) luden zur Diskussion ein.  

„Alle Menschen in den Dörfern sollen erfahren, was die Anderen denken und sich selbst eine Meinung bilden können“. Mit diesen Worten beschrieb Pfarrer Ralf Euker das Ziel der „Schönhauser Gespräche“, die sich künftig bis zu vier mal im Jahr mit Themen auseinandersetzen wollen, die „interessant sind, bewegen und uns im Elb-Havel-Land betreffen“. Den Beginn machte Freitagabend die Problematik des geplanten Steinkohlekraftwerkes bei Arneburg. Professor Dr. Winfried Schuelke aus Neukamern, erster stellvertretender Vorsitzender der Bürgerinitiative „Gegen das Steinkohlekraftwerk Arneburg“, führte sehr fachkundig in die Thematik ein und verdeutlichte mithilfe von Fakten seinen Standpunkt.

„Das Kraftwerk wird die ganze Region verändern“, ist sich die Organisationsleiterin der Bürgerinitiative Ans Briesenick aus Molkenberg sicher. Damit ein breiteres Meinungsspektrum gegeben ist, waren Pfarrer und Gemeindekirchenrat zuvor gewillt, auch Befürworter mit in den Gesprächskreis einzubeziehen. Das gelang allerdings nicht. „Das ist schade und gibt schon zu denken“, so Jutta Habermann.

   
  1. Schönhauser Gespräch
 

Prof. Dr. Winfried Schuelke erläutert das „Konzept der BI – erneuerbare Energiequellen“.

   
   
   
   
   

In der sich anschließenden lebendigen Diskussion befassten sich die Teilnehmer mit den negativen Folgen für die Elbe, dem Transport der Kohle aus Australien oder Südafrika sowie dem Export, da der Strom in der Altmark nicht benötigt wird. Außerdem warfen die enormen Investitionskosten für Photovoltaik Fragen auf. „Schwierigkeiten mit den Zahlen“ zu haben, gab Bernd Zürcher aus Stendal zu. „Mich erschlagen die Tonnen. Eigentlich sind wir ohnmächtig. Es geht um unsere Zukunft!“ Dass sich jeder mit dem Thema auseinandersetzt, wünscht sich Kerstin Franke aus Hohengöhren. „Jedermann soll sich aktiv beteiligen und nicht denken, dass die Bürgerinitiative das schon machen werde“, meint sie.

Sehr zufrieden mit dem Verlauf des ersten „Schönhauser Gesprächs“ zeigte sich Pfarrer Ralf Euker, der den Abend als einen „guten Einstieg in diese Veranstaltungsreihe“ betrachtet. Seinen Wunsch, alle Menschen der Region gut zu informieren, damit die sich eine Meinung bilden können, möchte er am 11. Juni mit dem Thema „Die Auslandseinsätze der Bundeswehr“ fortsetzen. Das dritte und letzte Gespräch in diesem Jahr widmet sich am 3. Oktober der „Rolle der Evangelischen Kirche bei der Wiedervereinigung Deutschlands vor 20 Jahren“.

Artikel und Fotos von
Maria Schütte, Hohengöhren



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