Weißewarte:
Regionaler Himmelfahrtsgottesdienst mit Theaterpredigt
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| Bei der Theaterpredigt. | ||
Alles begann mit einer Verwechslung in der Straßenbahn. Einen Moment später packt der Organist verschwitzte Sportsachen statt seiner Noten aus seinem Beutel. Ein Jugendlicher findet statt seiner Sportsachen Noten in seiner Tasche, mit denen er nichts anfangen kann. Er wirft sie in den nächsten Papierkorb, wo sie von einem Obdachlosen gefunden werden. Vielfach belächelt und nicht ernst genommen, bahnt sich dieser Obdachlose nun einen Weg durch die vielfältigen Schwierigkeiten, um die Noten wieder dem Musiker an die Kirchentür zu hängen. Der freut sich über sein plötzliches Glück, ohne zu wissen, wer ihm dieses Glück beschert hat. Jeder hat sein Urteil über den Obdachlosen gefällt, ohne ihn zu kennen und ohne sich die Mühe zu machen, ihn kennen zu lernen.
So konnte es die Gottesdienstgemeinde in Weißewarte am Himmelfahrtstag erleben. Manches war zum Lachen. Vieles war zum Nachdenken. Wo sind durch unsere Vorurteile und Verurteilungen Mauern zwischen uns? Und was heißt es, wenn Jesus sagt: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen (Lukas 13,29)? Wer wird an diesem Tisch einmal sitzen, von dem wir es jetzt gar nicht ahnen? Gespielt wurde diese Theaterpredigt von den kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Pfarrbereichen Lüderitz, Tangerhütte, Tangermünde und Cobbel.
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| Die Posaunenchöre aus St. Ilgen und Cobbel |
Und noch etwas war besonders an diesem Himmelfahrtstag in Weißewarte. Der Posaunenchor Cobbel, der seit Jahren diesen Gottesdienst musikalisch umrahmt, hatte Besuch vom Posaunenchor St. Ilgen. Dadurch war ein doppelt so starker Bläserklang im Wildpark zu hören. Nach dem Gottesdienst spielten die beiden Posaunenchöre noch einige beschwingte Stücke, während sich die Gemeinde am Kuchen erfreuen konnte, den die Frauen aus Weißewarte gebacken hatten.
Ein Artikel von Pfarrer Peter Gümbel


