21.12.2025
Worte aus der Kirche zum 21.12.2025

„Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe!“  

Liebe Leserinnen und Leser, der 4. Advent steht unter diesen Worten des Apostel Paulus.

Er schrieb sie einst an die Gemeinde in Philippi.

Philippi  war die erste Stadt auf europäischem Boden, in der Paulus eine christliche Gemeinde gründete.

Zu dieser Gemeinde hatte Paulus ein besonderes Verhältnis, ja man könnte sagen, dass es seine Lieblingsgemeinde war. Er war sehr mit ihr verbunden. Das merkt man, wenn man seinen Brief liest. Neben manchen Ermahnungen schreibt er viele persönliche Dinge.

Eins kommt immer wieder zum Ausdruck:  Seine Freude über diese Gemeinde und über Gottes Wirken in ihr.

So ermutigt Paulus die Christen in Philippi mit den Worten „Freuet euch in dem Herrn alle Wege…..“  Er macht Mut, in allen Lebenslagen auf Gott zu vertrauen.

Auf den ersten Blick wirkt es, als ob da jemand spricht, der die Realitäten und Sorgen des Lebens nicht kennt.   Doch seine Realität sieht nicht rosig aus.  Paulus schrieb diesen Brief aus dem Gefängnis, in dem er auf seinen Prozess wartete.  Den äußeren Umständen nach hatte er kaum Gründe  fröhlich zu sein.  Trotzdem macht er der Gemeinde in Philippi Mut, sich in allen Lagen des Lebens zu freuen und auf Gott zu vertrauen.  Einige Verse später ermutigt er die Leser, mit allen Dingen des Lebens zu Gott    zu gehen und sie ihm im Gebet anzuvertrauen.

Hier spricht kein verzweifelter Mensch. Hier spricht jemand, der darauf vertraut, dass sein Leben in Gottes Hand ist.  Nach den bekannten Worten: „Du kannst nie tiefer fallen, als in Gottes Hand.“                                                                                                                                    Paulus wusste sich in allen Lebenslagen von Gott getragen und gehalten.

Solch ein Vertrauen fehlt mir manchmal.  Zu oft mach ich mir Sorgen um mein Leben, um unsere Welt und die Zukunft. Der christliche Glaube bietet uns eigentlich eine Hoffnung, die über die Realitäten hinausragt.

Die Advents- und Weihnachtszeit möchte uns neu daran erinnern, dass Gott diese Welt nicht aufgegeben hat. ER selbst ist zu uns Menschen gekommen. ER ist durch Jesus Mensch geworden, um uns Hoffnung zu geben.  Darüber können wir uns mit Paulus und seiner Gemeinde in Philippi freuen.

In diesem Sinn wünsche ich allen einen guten und friedvollen 4. Advent.