22.02.2026
Worte aus der Kirche zum 22.2.2026

Kommt! Bringt eure Last.

Kommt! bringt eure Last. Das ist das Motto des diesjährigen Weltgebetstags.

Seit fast 100 Jahren rufen die Frauen weltweit zum Gebet auf. Jedes Jahr bereitet ein Land den Gottesdienst vor  der  in über 120 Ländern  Anfang März gefeiert wird.

In diesem Jahr kommt er aus Nigeria, mit dieser tollen Einladung.

Kommt! Bringt eure Last.

Schweres und Lasten hat wohl jeder von uns und sie mit jemanden zu teilen, welch eine Entlastung wäre es.

Manchmal spüren wir die eigene Last bei Verlusten, Trennungen, bei Übergängen oder anderen.

Manchmal spüren wir sie gar nicht, weil sie so normal ist, weil wir sie kennen,

weil sie uns schon immer begleitet.

Und dann lädt uns jemand ein darüber zu sprechen.

Jemand der sich für unsere Nöte, für das Schwere und unsere Schwierigkeiten interessiert, ist wirklich bemerkenswert.

Jemand der nicht ausweicht  sondern standhält und mit Beziehung und Liebe reagiert. Denn so einer war der, der die Einladung ausgesprochen hat, damals im Neuen Testament, Jesus.

Bevor wir  jedoch jemanden unsere Nöte und Schwierigkeiten bringen können, braucht es ein Wahrnehmen, ein Ernstnehmen und kein Darüber hinwegsehen. Manchmal ein großer Schritt.

Denn wir würden  Verantwortung für unser Fühlen und Wahrnehmen übernehmen und bräuchten Zeit und Achtsamkeit mit uns selbst und um unsere Gefühle zu zulassen und sie nicht zu bewerten.

Aber wie schön, ich kann über Probleme sprechen, werde dabei ernst genommen und geachtet, nicht bewertet.

Und Jesus ging damals  noch weiter, wir sollen die Lasten nicht nur zu ihm bringen, sie ihm sagen, darüber sprechen, sondern sie ihm  geben, übergeben, anvertrauen, abgeben.

Vielleicht denken einige, es wäre leichtsinnig, die Lasten einfach abzugeben, nicht die Verantwortung zu übernehmen, oder wie kann es gehen?

Es ist ein innerer Prozess gemeint zu dem wir eingeladen werden. Das Gebet zum Beispiel, um mit Gott in Kontakt zu sein.

Ein Thema fällt mir ein,  bei dem wir ganz lange  gar keine Möglichkeit hatten etwas zu lösen, sondern einfach aushalten mussten.

Der Verkauf des Hauses meiner Mutter zog sich  hin. Über drei Jahre versuchen wir bereits es zu verkaufen und jetzt haben wir den Termin beim Notar.

In der vergangen Zeit habe ich das Thema oft versucht loszulassen und abzugeben

Dieses übergeben, abgeben, anvertrauen kann manchmal dauern. Und dann kommt noch ein Loslassen hinzu.

Alles was möglich war habe ich getan, jetzt kann ich nichts mehr tun, hilf du  Gott, habe ich gebetet.

Sich gedanklich gar nicht mehr mit dem Thema zu beschäftigen.

Denn durch das eigenen Gedankenkarussell finden wir nicht immer zu Lösungen.

Alles belastende  zu übergeben und es dann loszulassen, immer wieder neu.

Mein Kopf sucht nach Lösungen und Konzepten… aber nein, loslassen und Gott machen lassen, dass ist die Einladung und vielleicht manchmal die Lösung.

 

 

Fühlen Sie sich eingeladen und gesehen von einem, der selbst erlebt hat, wie schwer Lasten sein können. Der Lasten getragen hat und gezeigt hat, wie es gehen kann ohne andere schuldig zu sprechen, ohne auszuweichen oder den Kopf in den Sand zu stecken.

Fühlen Sie sich eingeladen einen der vielen Gottesdienste bei uns im Kirchenkreis am 06. März zum Weltgebetstag zu besuchen.

Fühlen Sie sich eingeladen über ihre Lasten zu sprechen zum Beispiel mit uns kirchlichen Mitarbeiter/innen.