08.02.2026
Worte aus der Kirche zum 8.2.2026
„Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht.“ (Hebräerbrief Kapitel 3 Vers 15)
Unter diesem Wort steht in unserem Kirchenjahr der morgige Sonntag und die mit ihm beginnende neue Woche.
Um das Hören geht es. Um das genaue Hinhören. Es geht nicht nur um das Hören von Musik, die leise im Hintergrund spielt oder das Hören auf die Stimmen im Fernseher, der nur läuft, damit überhaupt jemand im Haus redet. Es geht um das Hören auf eine Stimme, die zu uns spricht. Die uns etwas sagen will, was unser Leben bewegen und vielleicht sogar verändern kann.
Erinnern sie sich noch an die Zeiten, als es nur das Radio gab? Wer da Neuigkeiten erfahren wollte, musste genau hinhören. Ich höre Nachrichten bis heute lieber im Radio, weil mich da keine Bilder ablenken oder manipulieren. Es ist gut, dass wir bis heute das Medium Radio haben. Das hat auch die UNESCO erkannt und den kommenden Freitag (13.2.) zum Welttag des Radios ernannt.
Wenn ich mit Menschen rede und auf sie höre, dann lieber von Angesicht zu Angesicht, weil auch die Körpersprache viel sagt. Da kann ich also auch mit den Augen „hören“.
Die Stimme, von der im Wochenspruch aus dem Hebräerbrief die Rede ist, die kann ich weder im Radio hören noch durch Körpersprache deuten.
Diese Stimme ist Gottes Stimme und die kann ich nur mit dem Herzen „hören“.
Doch dazu brauche ich ein offenes, ein hörbereites Herz. Die Stimme Gottes geht leicht unter im Geplärr so vieler angeblich sozialer Medien. Für Gottes Stimme brauche ich Aufmerksamkeit, Ruhe und vor allem Bereitschaft. Und die bekomme ich nur, wenn ich mit dem Herzen bei der Sache bin.
Für das Radio ist der kommende Freitag Welttag. Für die Stimme Gottes ist jeden Tag Welttag. Denn er möchte täglich unsere Herzen berühren und uns helfen, mit dem Leben zurecht zu kommen.
„Wenn wir immer ein offenes Herz hätten, das Gute zu genießen, das uns Gott für jeden Tag bereitet, wir würden alsdann auch Kraft genug haben, das Übel zu ertragen, wenn es kommt.“ Guter, alter Goethe. Eine gesegnete Woche mit hörenden Herzen wünscht Pfr. Ronald Höpner