27.05.2026
Statement der Stendaler Borghardtstiftung

Mögliche Auswirkungen der Landtagswahlen 2026 auf diakonische Träger

Bürgerinnen und Bürger unseres Landes Sachsen-Anhalt sind am 6. September 2026 aufgerufen, den neuen Landtag zu wählen. Mehr denn je, steht diese Wahl im Fokus unserer demokratischen Werte und Grundfeiler in unserer Gesellschaft.

Das vermeintliche Regierungsprogramm der AfD hätte bei einer tatsächlichen Umsetzung eklatante Auswirkungen auf die Arbeit diakonischer Träger und im speziellen Fall der Borghardt Stiftung zu Stendal.
Ganz im Duktus eines Björn Höcke (Zitat: „Inklusion ist ein Ideologieprojekt.“) spricht die AfD Sachsen-Anhalt von der Inklusion von Menschen mit Behinderung als einem gescheiterten Experiment. Wie ein roter Faden durchzieht das Programm das gesellschaftliche Ausgrenzen und Ausschließen von Minderheiten.
Diese Grundhaltung lässt deutlich erahnen, wie die handelnden Personen dieser Partei die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen verstehen. Die längst überwundenen Zeiten in der Begleitung und Förderung von Menschen mit Behinderung von „Sauber-Satt und Trocken“ erscheinen in erschreckender Weise wieder möglich. Es ist zu befürchten, dass Standards und Personalausstattungen drastisch nach unten korrigiert werden und dies ausschließlich zu Lasten der von uns betreuten Menschen mit Behinderung.
Es kann und darf nicht sein, dass die Rechte von Menschen mit Behinderung, die in der UN-Behindertenrechtskonvention 2006 von158 Staaten vereinbart und unterzeichnet wurden, von einer einzelnen Partei derart untergraben und in Frage gestellt werden.

Daher kann es für alle Bürgerinnen und Bürger Sachsen-Anhalts, kann es für uns als Menschen in einem demokratischen Sachsen-Anhalt nur darum gehen:

Am 6. September – Menschenwürde wählen!