Kirchenkreis  
Pfarrämter  
Pfarramtssuche  
Kinder im Kirchenkreis  
Jugendliche im Kirchenkreis  
Studierende  
Musik im Kirchenkreis  
Taufe, Konfirmation, Trauung, Bestattung  
Diakonische Einrichtungen und Seelsorge  
Ehrenamtsakademie  
Verwandte Homepages  
   
Zum Kalender  
   
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  
   

Romanik und High Tech treffen sich

Ein Projekt der Schönhauser Konfirmandengruppe

Annelie Alsleben und Johanna Buchholz

Die Schönhauser Kirche St. Marien und Willebrord, gelegen an der Straße der Romanik und am Elberadweg, ist um eine Attraktion reicher. Ab der diesjährigen Tourismussaison können sich Touristen und andere Interessierte das monumentale Bauwerk, die Taufkirche Otto von Bismarcks und vieler weiterer Angehöriger dieses Adelsgeschlechts, von ihrem Smartphone erklären lassen. Dieses muss lediglich mit einer QR-Code-Reader-App ausgestattet sein. Dann kann es auch schon losgehen.

Elias Gietzke

Insgesamt elf QR-Codes sind über die Kirche verteilt, einer am Eingang für allgemeine Informationen über die Kirche, zehn weitere an zehn ausgewählten Ausstattungsgegenständen wie dem prächtigen Barockaltar von 1712, der Kanzel, dem romanischen Taufstein oder mit Blick auf das spätomanische Triumphkreuz im Triumphbogen der Kirche.

Bjorn-Elia Wabbel

Gewöhnlich begegnen QR-Codes auf Produktverpackungen oder in der Werbung. In diesem Fall sind in den technisch anmutenden, schwarz-weißen Graphiken Internetadressen verschlüsselt. In der Schönhauser Kirche aber verbinden die quadratischen Zeichen die Smartphones mit mp3-Tondateien. Diese haben die zurzeit neun Schönhauser Konfirmanden zusammen mit ihrem Pfarrer Ralf Euker und dem ortsansässigen Mediendesigner Jörg Kluge in dessen Tonstudio produziert.

Friedrich Schickhoff und Jörg Kluge

Voran gingen gründliche Recherchen zur Geschichte des Schönhauser Gotteshauses und seiner Einrichtung. Ganz am Anfang standen grundsätzliche Entscheidungen: „Welche Gegenstände wählen wir für unser Konfirmandenprojekt aus? Welche finden wir – welche finden wohl die Besucher unserer Kirche am interessantesten?“ Ein knappes halbes Jahr beanspruchte die Projektarbeit der zwei Mädchen und sieben Jungen aus Schönhausen, Hohengöhren und Neuermark-Lübars. Dann endlich konnten die Einladungen verschickt werden, unter anderem auch an die Kommunalpolitik und die Lehrer der Jugendlichen. Eingeladen wurde zu einer „Vernissage“, bei der die Jugendlichen ihr Aufsehen erregendes Projekt einem ebenso großen wie begeisterten Publikum vorstellen konnten. Eine Andacht, bei der die aktuellen „Schlager“ aus der Konfirmandenstunde gesungen wurden, schloss die Projektpräsentation ab. Wer mochte, konnte die neue Technik nun gleich mit dem eigenen Handy ausprobieren oder noch etwas am Lagerfeuer vor der Kirche bei Saft, Knabberzeug und Obst verweilen.

Die Konfirmandengruppe
Fotos: Anke Schleusner-Reinfeldt und Jörg Kluge, Schönhausen

Begeistert zeigte sich auch Jenny Freier, die Tourismusmanagerin der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land: „Es ist einfach charmant, sich die Kirche von den jungen Stimmen erklären zu lassen. Durch das Foto des jeweiligen Sprechers gleich neben dem Code bekommt der Besuch der Schönhauser Kirche nun etwas ganz Persönliches.“ Neben dem neuen elektronischen Angebot steht in der Schönhauser Kirche voraussichtlich ab Ostern auch wieder das Team der ehrenamtlichen Kirchenführer zur Verfügung, um Reisegruppen, Individualreisende und sonstige Interessierte zu empfangen und ihnen das Bauwerk zu erklären. Aktuelle Informationen gibt es unter pfarrbereich-schoenhausen.de/offene_kirche

„QR“ steht übrigens für „quick response“,  eine „schnelle Antwort“ also. Entwickelt wurden die maschinenlesbaren Zeichen für die Produktion in japanischen Autofabriken.

Nach oben
 
Zurück zur Startseite