Stendal:
Festwochenende bildete den Abschluss der
Aktion "Gesegnete Unruhe"
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In diesem Jahr hat sich die friedliche Revolution von 1989 zum 20. Mal gejährt. Dazu haben evangelische Gemeinden wesentlich beigetragen. Im Rahmen des Erinnerns wurde in Stendal zu verschiedenen Veranstaltungen eingeladen. Es gab zwei Ausstellungen in der Stendaler Marienkirche: „Grenzerfahrungen einer Kirchengemeinde“ von Wolfhard Düver, dem ehemaligen Pfarrer des Grenzortes Bergen (Dumme) und „20 Jahre später/ Wendegedanken / ein Portrait“ von Justus Richter aus Stendal.
An den vier Montagen im Oktober wurde zu Friedensgebeten in die Petrikirche eingeladen. In die Kirche, in der auch 1989 die ersten Montagsgebete in Stendal stattgefunden haben, bevor diese aufgrund der hohen Teilnehmerzahl in den Dom verlegt wurden. Im Anschluss an die Montagsgebete gab es Gesprächsabende an denen zu ganz verschiedenen Themen diskutiert wurde. Es waren zum Teil sehr berührende und ergreifende Gespräche, die in Erinnerung an die Zeit im Jahr 1989 geführt wurden.
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| Von links: Wiebke Stephan, Pfarrer i.R. Eberhard Simon, Pfarrer Karsten Müller, Werner Schulze, Propst i.R. Dr. Eberhard Schmidt und Superintendent i.R. Bernhard Ebel. |
Ihren Höhepunkt hat das Gedenken an die friedliche Revolution unter dem Motto „Gesegnete Unruhe“ am Festwochenende vom 7. bis 8. November 2009 gefunden. Superintendent Michael Kleemann hat das Wochenende mit einer Andacht im voll besetzten hohen Chor der St. Marienkirche eröffnet. Im Anschluss daran gab es im Rathausfestsaal eine Podiumsdiskussion mit Zeitzeugen, die noch in Stendal leben oder damals maßgeblich an den Montagsgebeten beteiligt waren. Pfarrer Karsten Müller vom Gemeindedienst der EKM moderierte das Gespräch, in dem es um persönliche Erinnerungen an den Herbst 1989 ging und um das, was die nachfolgenden Generationen aus den Erfahrungen lernen kann.
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| Gespräche nach dem Gottesdienst in der Stendaler Petrikirche. |
Am Abend des 7. November las Christoph Dieckmann aus seinem aktuellen Buch: „Mich wundert, dass ich fröhlich bin. Eine Deutschlandreise.“ Er gab einen Einblick in seine Zeit als DDR-Bürger und hat mit den Auszügen aus seinen Geschichten den Nerv der Hörer getroffen.
Einen sehr schönen Abschluss des Festwochenendes bildete der Gottesdienst in der vollen St.Petrikirche. Im Anschluss daran gab es die Möglichkeit, zusammen Mittag zu essen und in Gesprächen die Zeit des „WENDEgedenkens“ in Stendal Revue passieren zu lassen. (dls)



